Festschrift 5o Jahre CDU in Stupferich
50 bewegte Jahre
Die Gemeindereform und die Eingemeindung nach Karlsruhe
Gremium mit. In diesem Vertrag wurde alles geregelt, über die Einrichtung einer eigenständigen Ortsverwaltung, die Rechte eines Ortschaftsrates, der Bau einer Sporthalle, eines neuen Feuerwehrgerätehauses, der Neubau der Leichen- halle und die Übernahme der Post-Omnibuslinie durch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe, um nur einige Themen zu be- nennen. Interessant aus heutiger Sicht war auch die Zusage der Stadt, die Vatertierhaltung in Stupferich beizubehalten. Stupferich war ja ein landwirtschaftlich geprägter Ort, in dem von der Gemeinde zwei bis drei Zuchtbullen und ein Ziegenbock gehalten und nanziert wurden.
Bereits am 23.04.1971 hatte der neugegründete Ortsver- band die Bürger von Stupferich zu einer ö entlichen Ver- sammlung eingeladen. Hauptthema war die bevorstehende Verwaltungs- und Kreisreform, bei der neben der Einge- meindung nach Karlsruhe auch der mögliche Zusammen- schluss mit Palmbach und Grünwettersbach oder mit Klein- steinbach und Mutschelbach zur Sprache kam. Darüber hinaus sollte auch der Landkreis Karlsruhe mit dem Land- kreis Bruchsal verschmolzen werden. Durch diese Reform gab es bereits im ersten Jahr der Grün- dung einige ö entliche Veranstaltungen und auch einige Frühschoppen des Ortsverbandes. Die Gemeindereform wurde im Ort heftig diskutiert. Der Zusammenschluss mit den Wunschkandidaten, den Gemeinden Kleinsteinbach oder Mutschelbach, hatte sich nicht realisieren lassen. Klein- steinbach hatte sich ins P nztal orientiert undMutschelbach tendierte nach Langensteinbach. Ein Zusammenschluss mit den Gemeinden Palmbach und Grünwettersbach war in Stupferich quer durch die Bevölkerung umstritten. Da auch die Stadt Karlsruhe nicht mehr viele Flächen zur Ausdeh- nung hatte, wurden seitens der Stadt auch die Fühler zu den Höhengemeinden ausgestreckt. Die CDU Stupferich entschied sich dann dafür, dass versucht werden sollte, in die Stadt Karlsruhe eingemeindet zu wer- den. Durch einen Zusammenschluss wurden erhebliche Zu- schüsse durch das Land in Aussicht gestellt. So wurde Stup- ferich ein Betrag von 5 Millionen DM angeboten. Bei einer Bürgerbefragung am 10. Oktober 1971 entschieden sich 85 % der stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger für den Zusammenschluss mit Karlsruhe. Es wurde ein Arbeits- kreis gebildet zur Ausarbeitung und Erstellung eines Einglie- derungsvertrages. Neben Willi Wild für die Gemeinde und Gemeinderat Heinrich Faden von den Freien Wählern arbei- tete von Seiten der CDU Gemeinderat Franz Ochs in diesem
Farrenstall
Es mussten auch viele Straßen umbenannt werden, da eini- ge Straßennamen im Stadtgebiet bereits existierten. Als verlorener Zuschuss an die örtlichen Vereine standen 250.000 DM für den Bau einer Halle im Raum. Leider konn- ten sich die Vereine nicht auf eine gemeinsame Halle eini- gen. Die Gelder wurden zwischen den sportlichen und kul- turellen Vereinen aufgeteilt. So wurden das Sportzentrum und die„Bergleshalle“ realisiert.
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