Festschrift 5o Jahre CDU in Stupferich
50 bewegte Jahre
Ausbau der „Langensteinbacher Kurve“ Am 18. Oktober 1982 fand ein Gespräch mit der „Bürgerge- meinschaft Langensteinbacher Kurve“ statt mit dem Ziel, ein gemeinsames Papier gegen den geplanten Ausbau der BAB zu erarbeiten. Dieses Thema wurde dann auch im Ort- schaftsrat diskutiert. Der Widerstand gegen die Verlegung der Autobahn ging durch alle Fraktionen und Bevölkerungs- schichten. Von Seiten der CDU Stupferich wurden viele Ak- tivitäten entwickelt, um für Stupferich die beste Variante zu erreichen. So gab es unter anderem auch eine gemeinsame Sitzung mit allen Ortsverbänden der CDU der Bergdörfer. Zu einer gemeinsamen Sitzung der Ortschaftsräte in Ho- henwettersbach hatte Hanne Langer als Ortsvorsteherin eingeladen. Leider brachten alle Bemühungen und Kom- promissvorschläge betre s anderer Varianten keinen Erfolg; das Autobahnamt verteidigte seine ursprüngliche Planung. Die Klage der Bürgerinitiative endete letztendlich mit einer Niederlage vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. Einzige Erfolgspunkte waren, dass die Trasse tiefergelegt wurde und die Lärmschutzmaßnahmen verbessert wurden. Schwierig für die CDU Stupferich war, dass der Gemeinderat
der Stadt Karlsruhe sich 1984 mehrheitlich für diese Trasse entschieden hatte und gegen die Klage war. Mit Ausnahme von Dietrich Schmidt hatte sich die ganze Fraktion der CDU- Stadtratsfraktion für die sogenannte „Rote Trasse“ entschie- den. Zu erwähnen ist, dass auch Dr. Dieter Köhnlein von der SPD als Stupfericher Bürger gegen die Trasse und für eine Klage gestimmt hatte. Bei der Jahreshauptversammlung am 4. Mai 1983 wurde Irene Wagensommer als neue stellvertretende Vorsitzende gewählt. Der bisherige Stellvertreter Roland Doll stellte sich nicht mehr zur Wahl. Bei dieser Sitzung wurde auch Klaus Kamradek zum Beisitzer gewählt. Neben den üblichen Re- gularien ging es auch wieder um die Verlegung der Auto- bahn. Nachdem man mit Verstimmung und Unmut über das Verhalten der Mehrheit der CDU-Mitglieder im Pla- nungsausschuss diskutiert hatte, wurde Günther Rüssel zu einem Frühschoppen ins „Lamm“ eingeladen. Da 1984 auch die Landtagswahl stattfand, wurde zu einem weiteren Früh- schoppen mit der Abgeordneten für den Bezirk Karlsruhe- Ost, Frau Barbara Schäfer, die Bevölkerung eingeladen. Die Kandidatin wurde nach der Wahl zur Ministerin ernannt.
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