Festschrift 5o Jahre CDU in Stupferich

Die ehemalige Ortsvorsteherin Hanne Langer

Ihr Werdegang und ihr Wirken in Stupferich

tagen. Diese hat sie mitbegründet und war jahrelang die Leiterin. So stand in der Ausgabe des Amtsblattes der Stadt vom 16.12.77 folgendes Zitat: „Wenn´s in Stupferich irgendwo brennt, Hanne rennt.“ Nach dem altersbedingten Ausschei- den des langjährigen Bürgermeisters und Ortsvorstehers Josef Doll wurde sie 1978 zur neuen Ortsvorsteherin von Stupferich gewählt. Dies war schon eine Sensation für den katholischen und konservativen Ort Stupferich. Da- mit war sie die erste Ortsvorsteherin von Stupferich und auch von ganz Karlsruhe.

Hanne Langer wurde 1929 in Ludwigs- hafen geboren. Sie absolvierte die evangelische Schule in Speyer sowie ein Studium am Berufspädagogischen Institut in Frankfurt. Ihr Berufswunsch war Lehrerin und das hatte sie auch mit Erfolg gescha t. Als ihr Mann Kurt beru ich nach Karlsruhe wechselte, fand sie eine Anstellung in der Schule in Durlach-Aue. Im Jahr 1961 zogen sie in ihr neugebautes Haus in Stupferich. Mit Matthias und Dorothea wurden ih- nen 2 Kinder geschenkt. Ihre Liebe zu Tieren bezeugte sie mit einer Boxer- hundezucht. Mit „Dossi vom Blumentor“ gelangen ihr im- merhin 3 Würfe. Bereits 1972 traten sie und ihr Mann Kurt in den neuge- gründeten Ortsverband der CDU ein. Werner Schneider war sie mit ihrer ruhigen und besonnenen Art aufgefal- len und hat sie zur Mitgliedschaft bei der CDU bewegt. Ihr Mann Kurt sagte: „In meiner Frau steckt mehr drin als nur eine Hausfrau“. In der Jahreshauptversammlung am 26.01.1973 wurde sie schon mit den zweitmeisten Stim- men als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Bei der Wahl am 20. April 1975 stand sie zum ersten Mal auf der Liste der CDU für den Ortschaftsrat und erreichte auf Anhieb mit 864 Stimmen den 5. Platz von allen 12 Gewählten. Die CDU erreichte bei dieser Wahl mit 61,3 % das beste Ergeb- nis aller Wahlen zum Ortschaftsrat. 1974 trat sie in den Gesangverein Eintracht Stupferich ein, wo sie den Chor mit ihrer Altstimme unterstützte. Sie en- gagierte sich darüber hinaus bei den Kindergottesdiensten der evangelischen Kirche und bei den Senioren-Nachmit-

In ihre Amtszeit elen so wichtige Dinge wie die Grund- steinlegung und Fertigstellung des Gemeindezentrums, die Erschließung des Baugebiets Waldäcker II, die Orts- kernsanierung, der Umbau der Gerberastraße sowie der Beginn des Gewerbegebiets Windelbach und des Bauge- biets Allmendweg- Lange Äcker/Wiesen. Weitere wichtige Themen waren die Begradigung der A 8, das Landschafts- schutzgebiet, die Biotopvernetzung, der Radwegeausbau und nicht zuletzt der Neubau des katholischen Kindergar- tens. Mit ihrer natürlichen und manchmal auch hartnäckigen Art konnte sie bei den Verantwortlichen in der Stadt vie- les unmöglich Erscheinende für Stupferich erreichen. Der Bücherbus kam in ihrer Zeit erstmals nach Stupferich, auch die Anbindung des ö entlichen Nahverkehrs wurde stark verbessert. Auf Grund der Krankheit ihres Mannes Kurt trat sie zurWahl für den Ortschaftsrat am 22. Oktober 1989 nicht mehr an und legte damit auch das Amt der Ortsvorsteherin nieder.

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