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Scrollen, liken, weiterscrollen: Mehr als 15 Prozent der Deutschen zeigen Anzei chen einer Social-Media Sucht, in der Genera tion Z sind es über 25 Prozent.

Stark unterschätzt: Verhaltenssüchte

Bestimmte Verhaltensweisen können das Beloh nungssystem im Gehirn so stark aktivieren, dass sich eine echte Sucht entwickelt, z. B. Kauf-, Sex- oder Arbeitssucht. Durch die Digitalisierung entstehen zusätzlich neue Abhängigkeiten: Glücksspielsucht ist bundesweit ein wachsendes Problem. Rund 1,3 Millionen Menschen leiden an einer krankhaften Glücksspielstörung. Besonders Sportwetten haben stark zugenommen. Der Grund: Onlineangebote sind rund um die Uhr verfügbar und senken die Hemmschwelle. Gaming: Computerspiele sind für die meisten Men schen harmlose Unterhaltung, bei einem Teil kippt das Spielen jedoch in eine Abhängigkeit. Besonders besorgniserregend ist, dass die Grenzen zwischen Gaming und Glücksspiel verschwimmen. Sogenannte Lootboxen (Überraschungsboxen mit Gewinn oder Niete) und In-Game-Käufe nutzen ähnliche Beloh nungsmechanismen wie Spielautomaten.

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Was passiert im Gehirn? Sucht ist keine Willensschwäche, sondern eine Er krankung des Gehirns. Sie beginnt im Belohnungssys tem: Substanzen wie Alkohol oder Nikotin, aber auch bestimmte Verhaltensweisen lösen die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin aus. Das Gehirn speichert den positiven Effekt und ver langt nach ständiger Wiederholung und Steigerung. Gleichzeitig leidet der Bereich im Gehirn, der Impulse bremsen kann. Es fällt zunehmend schwerer, „Nein“ zu sagen.

Schon Jugendliche sind betroffen Mehr Infos zum Thema finden Sie hier:

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