conti-puncto_1-2025_ePaper

Titelthema

Das geht (nicht) unter die Haut | Ökologische Kleidung ohne Schadstoffe

60 Kleidungs- stücke pro Jahr kaufen Menschen in Deutschland im Durchschnitt!

Der Kauf von Kleidung spielt für Ge sundheit und Umwelt eine wichtige Rolle: Die Textilindustrie ist weltweit einer der großen Umweltverschmut zer. „Fast Fashion“, das bedeutet stän dig wechselnde Modetrends mit billiger Kleidung von oft schlechter Qualität. Dieses globale Phänomen hat dramati sche Auswirkungen auf die Umwelt: • 10 Prozent der globalen CO 2 -Emis sionen stammen aus der Textilin dustrie. • Laut Schätzungen ist die Modeindus trie für bis zu 20 Prozent der Was serverschmutzung verantwortlich. • Viele Modeketten produzieren jährlich über 20 Kollektionen – das ist extrem viel Kleidung, die nicht gebraucht wird. • Jedes fünfte Kleidungsstück wird kaum getragen. Der Einsatz von Chemikalien kann so wohl bei der Produktion als auch beim Tragen der Textilen gesundheitsschäd lich wirken: Chemische Färbemittel können z. B. Allergien und Hautreizun gen verursachen oder krebserregende Substanzen enthalten.

Die Wahl von Kleidung, die möglichst ohne den Einsatz von Schadstoffen und unter fairen Arbeitsbedingungen pro duziert wird, ist daher ein guter Beitrag für die Umwelt und unsere Gesundheit: • Naturmaterialien wählen: Bevor zugen Sie Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Seide, Hanf oder Leinen. Diese Materialien sind oft weniger chemisch behandelt als synthetische Fasern. • Auf PFAS-freie Produkte setzen: Vermeiden Sie Kleidung, die mit PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkyl substanzen) behandelt wurde. Diese Chemikalien sind oft in wasser- und schmutzabweisenden Textilien zu finden und können gesundheits schädlich sein. Kennzeichnungen wie „PFAS-frei“, „PFC-frei“ oder „Fluorcar bon-frei“ helfen bei der Orientierung. • Nachhaltige Marken unterstützen: Viele Hersteller bieten inzwischen transparente Informationen über ihre Produktionsprozesse und ver wendeten Materialien. • Secondhand- und langlebige Kleidung: Attraktive Secondhand Kleidung gibt es heute auf vielen Plattformen zu kaufen. Sie hat oft weniger Schadstoffe, da sie schon mehrfach gewaschen wurde. Auch gut: Investieren Sie in wenige, aber hochwertige langlebige Stücke. Auch das reduziert den Bedarf an neuen Ressourcen.

© New Africa - stock.adobe.com

KLICK INS NETZ

Mehr Infos unter: Umweltbundesamt

Verbraucherzentrale

19

Made with FlippingBook - Online catalogs